Kaum ein Satz hat sich so festgesetzt wie dieser.
Kohlenhydrate gleich Übergewicht.
Brot, Nudeln, Reis gleich Problem.
Klingt logisch.
Ist aber zu kurz gedacht.
Kohlenhydrate sind erst einmal Energie
Kohlenhydrate sind nichts anderes als Energie.
Der Körper nutzt sie, um zu funktionieren.
Vor allem Gehirn und Muskeln sind darauf angewiesen.
Problematisch wird es nicht durch die Kohlenhydrate selbst.
Sondern durch die Menge, die Häufigkeit und den Zustand des Körpers.

Problematisch wird es nicht durch die Kohlenhydrate selbst.
Sondern durch die Menge, die Häufigkeit und den Zustand des Körpers.
Was im Körper nach dem Essen passiert
Wenn wir Kohlenhydrate essen, steigt der Blutzucker.
Das ist normal.
Der Körper reagiert darauf mit einem Hormon, das Insulin heißt.
Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus dem Blut in die Zellen kommt.
Dorthin, wo er gebraucht wird.
Ohne Insulin gäbe es keine Energieversorgung.
Bis hierhin ist alles gesund und sinnvoll.
Wann das System kippt
Problematisch wird es, wenn dieser Prozess ständig läuft.
Viele Mahlzeiten. Viel Zucker. Viel Weißmehl. Dauerndes Snacken.
Dann bleibt der Blutzucker oft hoch.
Und Insulin auch.
Der Körper verliert nach und nach seine Sensibilität.
Der Zucker kommt schlechter in die Zellen.
Mehr Insulin wird ausgeschüttet.
Das ist der Punkt, an dem Gewichtszunahme wahrscheinlicher wird.
Nicht wegen der Kohlenhydrate an sich.
Sondern weil das System überfordert ist.
Kohlenhydrate wirken bei jedem anders
Zwei Menschen essen dasselbe.
Der eine nimmt zu.
Der andere nicht.
Unterschiede gibt es bei:
- Bewegung
- Muskelmasse
- Schlaf
- Stress
- Stoffwechselgesundheit
Deshalb funktionieren pauschale Regeln so schlecht.
Weniger Kohlenhydrate – manchmal sinnvoll
Für Menschen mit einem bereits gestörten Stoffwechsel kann es hilfreich sein, die Kohlenhydrate zeitweise zu reduzieren.
Nicht als Dogma.
Sondern als Entlastung.
Andere kommen mit Kohlenhydraten gut klar, solange Qualität, Menge und Bewegung stimmen.
Fazit
Kohlenhydrate machen nicht automatisch dick.
Ein überforderter Stoffwechsel schon.
Wer versteht, was im Körper passiert, hört auf, Lebensmittel zu verteufeln.
Und beginnt, Zusammenhänge zu sehen.
