Mythos: Fett ist immer schlecht

Dieser Satz hält sich seit Jahrzehnten.
Und er hat unglaublich viel Schaden angerichtet.

Fett macht fett.
Fett verstopft die Arterien.
Fett ist gefährlich.

Das war die einfache Geschichte.
Und sie war bequem.
Leider auch falsch.

Wie dieser Mythos entstanden ist

In den 70er- und 80er-Jahren brauchte man einen Schuldigen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Fett war einfach greifbar.
Kohlenhydrate galten als harmlos. Zucker sowieso.

Das Ergebnis kennen wir.
Fettarme Produkte. Light. 0 %.
Dafür mehr Zucker, mehr Stärke, mehr Zusatzstoffe.

Die Menschen wurden nicht gesünder.
Sie wurden schwerer. Kranker. Stoffwechselkrank.

Fett ist nicht gleich Fett

Das große Problem ist die Verallgemeinerung.

Es gibt Fette, die der Körper braucht.
Und es gibt Fette, mit denen er kaum etwas anfangen kann.

Gesunde Fette sind unter anderem wichtig für:

  • Zellmembranen
  • Hormone
  • Gehirn und Nerven
  • Aufnahme fettlöslicher Vitamine wie A, D, E und K

Ohne Fett funktionieren diese Prozesse schlicht nicht.

Was wirklich problematisch ist

Nicht Fett an sich ist das Problem.
Sondern die Kombination aus:

  • stark verarbeiteten Lebensmitteln
  • Zucker und schnellen Kohlenhydraten
  • industriellen Pflanzenölen
  • dauerhaftem Kalorienüberschuss

Diese Mischung bringt den Stoffwechsel aus dem Takt.
Und dann wird Fett zum Sündenbock, obwohl es nicht der Auslöser ist.

Fett und metabolische Gesundheit

Gerade bei metabolischen Themen zeigt sich immer wieder:
Eine Ernährung mit ausreichend guten Fetten kann helfen, Blutzucker stabiler zu halten und Heißhunger zu reduzieren.

Nicht als Dogma.
Nicht als Extrem.
Sondern als Teil eines funktionierenden Systems.

Fazit

Fett ist nicht der Feind.
Gedankenloses Essen ist es.

Wer Fett pauschal verteufelt, übersieht seine zentrale Rolle im Körper.
Entscheidend ist nicht, ob Fett gegessen wird.
Sondern welches und in welchem Kontext.

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